Satsang

Für mich ist Satsang ein Raum, in dem das Gefühl der Trennung sichtbar werden darf – nur um sich wieder in Ganzheit zu lösen.
Es ist kein Konzept und keine spirituelle Leistung. Es ist eher ein Erinnern, ein langsames Zurückfallen in das, was ich immer war.
Ich beginne nicht irgendwo weit oben. Ich beginne dort, wo wir Menschen sind: mit Gefühlen, mit Geschichten, mit Dualität, mit dem, was sich getrennt anfühlt.
Und gerade dort, in dieser Ehrlichkeit, öffnet sich etwas Tieferes. Etwas, das schon immer hier war. Etwas, das nur darauf gewartet hat, dass wir wieder hinschauen.
Satsang ist für mich kein "Zustand". Es ist eine Bewegung – von Zwei zur Eins.
Vom Suchen zum Finden. Vom Festhalten zum Fallenlassen, vom Ich zum Sein.
Es ist der Moment, in dem beide Ebenen sich berühren: Das Menschliche und die Wahrheit dahinter. Die Welle und der Ozean. Das Gefühl und das, was es trägt. Ich nenne es Satsang, aber es ist eigentlich ein Heimkommen zur Ganzheit, zur Stille, zur Liebe, die nie fort war. Satsang ist für mich das sanfte Wiedererkennen: Ich bin nicht getrennt. Ich war es nie.